Halbmarathon in Venlo
– ganz anders, als eigentlich geplant
Eigentlich hatten wir uns fest vorgenommen, uns professionell auf den Halbmarathon vorzubereiten.
Eigentlich wollten wir alle fünf gemeinsam einen 6-wöchigen Trainingsplan abarbeiten.
Eigentlich wollten wir alle fünf glücklich über die Ziellinie laufen.
Ja, eigentlich… .
Aber nun von Anfang an :-).
Sobald die Anmeldung im August geöffnet war, hatten sich Elke, Jörg, Reiner, Arkadius und Anett hochmotiviert für die 18. Auflage des Arrow Venloop angemeldet.
Alle sind bereits Wiederholungstäter, nur für mich war es natürlich wieder das erste Mal. Aber, wie bereits im Laufbericht von Bönen zu lesen war, bin ich ja auch erst 13 Jahre im LWT :-).
Es kamen dann mit Volker, Kai und Holger noch 3 kurzentschlossene LWT’ler hinzu und somit hatten wir eine schöne Truppe zusammen.
Jeder hatte sein Ziel vor Augen, sei es das Erreichen einer neuen persönlichen Bestzeit, oder einfach der „olympische Gedanke“ und somit musste nun irgendwie an den Zielen gearbeitet werden.
Und ob die Ernährungsumstellung auf „Ritter Sport“ dabei half, die angestrebten Ziele auch zu erreichen, mh…, MANN hoffte.
Die Vorbereitung rückte immer näher, jedoch hatten sich Reiner und Jörg, zwei Männer in den besten Jahren, mit der heimtückischen Männergrippe infiziert und somit wurde der Trainingsplan erstmal hintenangestellt. Jörg hatte es noch mit allen Hausmitteln versucht, musste sich jedoch geschlagen geben und kurzfristig seine Teilnahme absagen. Aber wie wir alle wissen, Gesundheit geht immer vor und mit einer Männergrippe ist nicht zu spaßen, das wissen wir natürlich auch alle :-).
Im Nebensatz möchte ich nur ganz kurz erwähnen, dass, durch eine Entzündung der Achillessehne, eine Teilnahme in Venlo für mich leider unmöglich war. Anstatt mich an den Trainingsplan zu halten, standen Stoßwelle, Physiotherapie, Ruderergometer und Dehnübungen auf dem Programm. Es hätte natürlich auch die Option „Fahrrad“ gegeben, aber…, mh…, also wer mich kennt… . Und ich muss ja nun auch nicht jeden „Trend“ mitmachen :-).
Dann stand der 30.3. im Kalender. Bei der Wettervorhersage gab es mit Nieselregen und Wind noch viel Luft nach oben, aber egal, ab ins Auto und auf nach Venlo!
Eigentlich war die Fahrt mit dem Zug geplant, aber wer öfter mit dem ÖPNV unterwegs ist, der weiß, was ich meine.
Auf unserem Parkplatz angekommen war schnell klar, dass wir nicht die einzigen Teilnehmer sind, und da aber alle bereits im Vorfeld ihre Startnummern postalisch bekommen hatten, kam kein Stress auf und wir konnten entspannt einen kleinen Fußmarsch in Richtung Start antreten.
Um 14 Uhr stieg dann die Nervosität bei allen, der Startschuss fiel und die Massen stürmten los. Was für ein Gewusel!
Und ich wollte so gern auch an der Startlinie stehen, aber naja, da war sie wieder, die Gesundheit :-(.
Ich hatte mir vorgenommen, unsere LWT’ler an den Streckenabschnitten mit lautem Beifall zu unterstützen, aber ich hatte nicht mit so viel Zuschauern gerechnet, es war mir unmöglich entlang der Strecke etwas nach vorn an die Front zu kommen. Wie gesagt, ich war ja zum ersten Mal dabei. Daher hatte ich mich knapp 2 Stunden an den Zieleinlauf gestellt, denn da war ja so früh noch Platz in der 1. Zuschauerreihe. Von der Wetterfee hätte ich mir etwas mehr Unterstützung durch Sonne und weniger Wind gewünscht, aber gut, ich hatte einen Platz in der 1. Reihe, besser ging es nicht, denn die Stimmung hier war einfach unglaublich!
Als alle LWT‘ler schließlich glücklich von dem überwältigenden Beifall der Zuschauer und der mitreißenden lauten Musik über die Ziellinie getragen wurden, war es geschafft, jeder hatte seine Herausforderung mit Bravour gemeistert und unsere Männer freuten sich auf eine saftige Bratwurst.
Jedoch statt des erhofften Grillstandes wartete überraschenderweise ein Tisch voller Bananen auf sie, naja…, aber „ich kann mich nicht um alles kümmern“ (liebe Grüße an Wernfried).
Arkadius hatte beim Laufen ungewöhnlicherweise „die Ruhe weg“. Ob die oben erwähnte Ernährungsumstellung doch nicht den gewünschten Erfolg brachte, oder ob etwas anderes dahintersteckt, mh…, man weiß es nicht.
Umgezogen und warm eingepackt liefen wir dann zurück zum Auto und ließen den Tag mit Kirsch,- Apfel- und Zitronenkuchen, Prinzenrolle und Raffaello ausklingen, ich denke, dies half auch über die fehlende Bratwurst hinweg.
Die Rückfahrt in meinem Auto war erwartungsgemäß etwas stiller und ruhiger, die Stimmung im Mittermüller-Auto kann ich nicht beurteilen.
Ich muss sagen, auch als Tourist hatte ich einen richtig tollen Tag und ich hatte im Vorfeld nicht mit so einer unfassbar überwältigenden Stimmung in der ganzen Stadt gerechnet. So einen Lauf hatte ich noch nie erlebt!
In diesem Sinne: Auf zum Halbmarathon nach Venlo 2026!
Und denkt daran, es geht nicht nur um die Zeit auf der Urkunde, sondern auch um die vielen lustigen Momente, die man auf dem Weg dorthin erlebt!
Mit sportlichem Gruß, Anett